Im August 2004 steht eine neue Herausforderung auf dem Programm: Nordland-Hamburg fährt bei den Scandinavian Open, dem bedeutendsten Eintagesrennen in Schweden.
In einer landschaftlich sehr reizvollenn Umgebung bezog man in der Nähe Vagardas ein Blockhaus. Es standen insgesamt drei Rennen auf dem Programm, zwei davon am Abend, so daß ausreichend Zeit blieb, Beine und Material zu pflegen.
Bei diesem Kopfsteinpflasterrennen verlor unsere Mannschaft bereits vor dem Start: die 60 Kilometer Anreise legten sie nämlich auf dem Rad zurück, so daß die Präsentation, und damit eine gute Position bei der Startaufstellung, verpasst wurde. Als es nämlich um die dritte Ecke ging, war das vordere Feld schon nicht mehr zu sehen. Es dauerte dann doch knappe 45 Minuten bis die späteren Sieger zum Überrunden ansetzten und damit die Trainingseinheit unserer Akteure beendeten.
In einem Gasthaus in der Nähe der Rennstrecke wurden dann die ausländischen Mannschaften sehr gut verpflegt.
Auf Teilen der sonntäglichen Rennstrecke kämpften einen Tag später diverse Nachwuchsklassen und später auch die Elite im Ort um Prämien und Siege. Bei beiden wurde Hamburger Zurückhaltung demonstriert. Da Sonnabend eine lange Ausfahrt anstand, war es von Vorteil, Kraft gespart zu haben.
An einem Sonntag mit Jahrhundertwetter konnte man diesmal unsere Fahrer bei der Startaufstellung ganz vorne sehen. Da in den erten Runden wieder verdammt schnell gefahren wurde, war das ein wichtiger Vorteil. Malte nützte es nichts, da er an der Bergwertung mit Defekt früh ausschied. Andrew stürzte gar. Zur Hälfte des Rennens war Verpflegung wichtig, es waren mittlerweile über 30° C ! Wahrscheinlich war es für Olli bereits zu spät, denn er konnte bei einer Tempoverschärfung nicht mehr mithalten, auch Peter musste das Feld eine Runde später ziehen lassen.
Zwischen einer großen Spitzengruppe und dem Hauptfeld gab es eine kleine Verfolgergruppe mit Nathan, der schließlich auf dem 30. Platz einfuhr. Rutger hatte keine Probleme im Hauptfeld, wurde aber bei der Getränkevergabe übersehen - bei knapp 2 Meter Körpergröße ein kleines Mysterium.
Es gewann der Marcus Ljungqvist (Swe) von Alessio-Bianchi . Der Paris - Roubaix Sieger Magnus Backstedt konnte keine Akzente setzen, die amtierende Weltmeisterin Susanne Ljungskog hatte keine Probleme in diesem Rennen, in dem mehr als 60 % der Starter frühzeitig ausstiegen, mitzuhalten.
Mit den Rennern Peter Lemke, Malte Sierwald (beide Harburger RG), Rutger Kock (Rotterdam), Nathan Dahlberg (Marco Polo Cycling Team), Andrew Jamieson (Wellington), Oliver Stock (SV Dassow 24) und Betreuerin Linna Z. (China) wurde der skandinavische Kurzurlaub in Angriff genommen.