Land unter hieß es am Sonntag in Odense, aber berichten wir lieber der Reihe nach: einen Sieg gab es bereits vor dem Rennen über die Insel zu feiern: unser Sportlicher Leiter Andreas brachte von der Besprechung der Mannschaftsleiter die Nummer Eins für unseren Materialwagen mit!
Er betreute bei diesem traditionsreichen Rennen die Fahrer Robert Lässing (RRV Hameln Pyrmont), Elmar Hantzsch, Dirk Vobbe (beide SWB Enordia Bremen) und Oliver Stock (SV Dassow 24).
Während bei der Einschreibkontrolle noch gutes Wetter herrschte, waren erstaunlich viele der echten Amateure mit dunklen Socken unterwegs - es waren die Akteure, die den richtigen Wetterbericht empfangen hatten.
Vom Start weg waren wir flott unterwegs, eine Gruppe von neun Fahrern fuhr vor dem Feld. Im Süden der Insel ging es von dem Hafen einer Kleinstadt durch einige Serpentinen erstmalig bergauf - und oben richtig schnell zur Sache, damit die Abgehängten nicht wieder rankommen.
Es setzte bereits hier leichter Regen ein, und als das Peloton auf kleine Feldwege einbog, ging es richtig los: der Regen, die Hügel (die so mancher Fahrer mit dem kleinen Blatt bewältigen mußte) und das Aussortieren. Von uns erwischte es Olli nach 120 Kilometern als ersten, der zu allem Überfluß noch weitere 30 mit dem Rad zurücklegen mußte, da der Besenwagen bereits überfüllt war. Wenigstens hatte er seine Aufgaben mit dem Holen der Trinkflaschen zu diesem Zeitpunkt schon erfüllt.
Dirk hatte nach 160 Kilometern einen Defekt und das Pech, daß in diesem Moment richtig die Post abging. In der Autokolonne angekommen, mußte er auf den Windschatten der Fahrzeuge verzichten, da sich das Feld dank der Anstrengungen von Designa Kokken und GLS, die gestärkt aus der Dänemarkrundfahrt kamen, gerade zerlegte.
Auf den Schlußrunden führte dann ein Sturz dazu, daß Elmar nicht mehr im Spitzenfeld präsent war und so unseren U23 Fahrer Robert im Finale unterstützen konnte. Dieser fuhr ein wirlklich gutes Rennen, aber nach der Distanz von 210 Kilometern ist ein Sprint dann doch etwas anderes als nach 60 Kilometern. Robert gehörte aber zu den 45 Rennern, die überhaupt das Ziel erreichten!