Um ein Rennwochenende in Skandinavien zu verbringen, fuhr unsere Mannschaft am Donnerstag in den Norden Dänemarks. Dort wartete die Bruderfähre Peter Wessel, um sie bei strahlendem Sonnenschein und leichten 7-8 Windstärken nach Larvik / Norwegen zu bringen.
Nordland-Hamburg wurde von Kirsten Dreier (RV Germania) als Sportliche Leiterin und ihrem Freund Stephan Henk (Hamburger SC) sowie dem E-Meister Lutz Radünzel aus Dobersdorf betreut.
Die Fahrer aus SH, MVP, NDS und NRW waren Matthias Sellnow (OSC Potsdam), Robert Lässing (RRV Hameln-Pyrmont), Igor Leonovich, Andreas Keuser (beide RST Essen 19/2), Dirk Vobbe (RRG Bremen) und Oliver Stock (SV Dassow 24).
Nach einem kurzen Mittagschlaf auf dem Sonnendeck des Dampfers, wobei es wegen der Sonne ein paar rote Nasen gab, blieb noch ein Stündchen zum Einrollen vor der Freitagetappe. Es wurde entlang eines Fjordes gefahren und alle waren von der Schönheit Norwegens fasziniert - am folgenden Tag sollte auf derselben Strecke nicht die Zeit für solche Betrachtungen bleiben.
Bei sonnigen 20° C starteten die ersten beiden Etappen und führten bei kuppiertem Profil durch den Landkreis Vestfolds. Die kleinen Anstiege waren hier an den ersten Tagen für unsere U23 Fahrer Matthias, Igor und Robert kein Problem, so daß sie gut mitmischen und jeweils unter den ersten 30 das Ziel erreichen konnten.
Obwohl am zweiten Tag am Ortsausgang des Startortes Skien ein Anstieg über 5 Kilometer begann, der von den weniger guten Bergfahrern mit Respekt erwartet wurde, war es in der Ortsgruppe kein Problem, die Karenzzeit zu erreichen. Die Schwierigkeiten waren allerdings einige sehr giftige Anstiege auf kleinen Waldwegen, wo es galt, teilweise 20%ige Rampen zu erklimmen.
Das Hauptfeld fand sich auf der ersten Abfahrt wieder zusammen, so daß sich die Mehrzahl der Fahrer für die Finalrunden schonen konnten.
Der Schlußritt am Sonntag versprach nichts gutes: schon beim Frühstück regnete es Bindfäden. Der Dauerregen wurde nur einige Male durch heftige Schauer unterbrochen. Nett war übrigens die Idee, die Einschreibkontrolle mit Bleistift auf total durchgenäßtem Meldebogen durchzuführen. Zu erkennen war da mit Sicherheit nichts, aber auf den wenigen Metern vom Auto zum Startbereich war man dann gleich richtig nass. Aber frierend zu starten, versprach einen schnellen Start!
Es verabschiedete sich schnell eine Gruppe, so daß bis zum Zielort gleichmäßig gefahren wurde. Viele empfanden das Tempo als locker, welches an den Hügeln dieser Flachetappe mit 1400 Höhenmetern für einige aber mindestens sportliches Renntempo bedeutete!
Leider war der Sonnatg nicht unser Tag: Igor hatte übelste Bauchschmerzen, so daß er seinen guten 20. Rang nicht verteidigen konnte. Matthias als 19. hatte bis zu seinem Kettenriss keine Probleme ganz vorne mitzufahren, ein Ersatzrad hatten wir aber nicht dabei. So war es dann Robert, der von Tag zu Tag besser in Schwung kam und bei seiner ersten Rundfahrt immerhin stolzer 25. im Gesamtklassement werden konnte.
Andreas mit müden Beinen am ersten Tag, Dirk mit Topgewicht und Olli als Radtourist hatten trotz der Anstrengungen und der hinteren Klassierungen ihren Spaß. Natürlich haben auch die anderen Mitglieder der Mannschaft ein schönes Wochenende im hohen Norden verbracht.
Ein ganz besonderer Dank gilt unseren drei Betreuern Kirsten, Stephan und Lutz, die zum Teil das erste Mal bei einem solchen Ereignis geholfen und dieses aus unserer Sicht optimal bewerkstelligt haben. Gerade als Fahrerin des Materialwagens hat sich Kirsten den Respekt unter den männlichen Kollegen verdient!
Wer möchte, kann sich eine videografische Zusammenfassung der einzelnen Etappen ankucken:
1. Etappe am Freitag, 1. September
Sandefjord - Skien: 161 Kilometer
2. Etappe am Sonnabend, 2. September
Skien - Tønsberg: 173 Kilometer
3. Etappe am Sonntag 3. September
Larvik - Horten: 162 Kilometer