Für einen sonnigen Saisonabschluß reisten wir am Ende des europäischen Radsportjahres noch einmal für ein kleines Rennen nach Yaounde, in die Hauptstadt Kameruns. Dort gab es als Auftakt des GP Chantal Biya, dessen Namensgeberin die Präsidentengattin ist, ein kleines Ausscheidungsfahren am Freitag und an den folgenden Tagen zwei Etappen in den Süden des Landes.
Damit man im Rennbetrieb wußte, mit wem man es zu tun hatte, gab es vorher gemeinsame Kennenlernabende in den angrenzenden Lokalitäten. Hier konnte man den ersten Eindruck gewinnen, wem eine gute Leistung zuzutrauen war.
Nachdem das Schaulaufen in der Innenstadt am Abend unter großem Publikumszuspruch beendet war, ging es am Sonnabendmorgen mit dem Bus zum Startort vor die Tore der Stadt; mit der Pünktlichkeit nahm man es dann auch gewohnt afrikanisch.
Bei der ersten Prüfung wurden 135 Kilometer abverlangt, durch das ständige auf und ab, kombiniert mit beißenden Sonnenstrahlen oder heftigen Regengüssen, mußte die Aktiven doch mehr leisten, als es vielleicht gewollt war. Wir konnten mit Dennis leider nur einen Fahrer in der großen Ausreißergruppe platzieren. Dieser hatte dann auch nicht das nötige Glück und wurde durch einen Defekt leicht zurückgeworfen.
Die große Ortsgruppe wurde zum Ziel hin dann doch noch einmal von unseren Akteuren gefordert: es ging an diesem Wochenende um den Titel des Klubmeisters Nordland-Hamburg, bei dem die bessere der beiden Platzierungen entscheidend sein sollte!
Elmar konnte an diesem Tag als Schnellster der für diese interne Wertung Startberechtigten das Ziel erreichen, die Verfolger waren außer Karsten dicht auf, dieser hatte, bedingt durch eine zu weiche Gummimischung seines Mantels, einen kapitalen Reifenschaden erlitten und so am finalen Berg nicht mitsprinten können.
Peter hatte sich vielleicht ein wenig zurückgehalten, um am Sonntag eine überzeugende Attacke zu fahren. Daraus wurde aber wegen einiger Fehlinformationen bezüglich seines Rückfluges dann nichts: sein Rad war während des Rennens auf dem Transport-LKW und er selbst als Betreuer aktiv.
Gleich mit dem Startschuß sprang Elmar in eine Gruppe, aus der heraus er sich zwei Sprintwertungen sichern konnte. Aufgrund der starken verfolgenden Mannschaften aus Holland und der Slowakei sowie des Profils, zwei Bergwertungen im Finale, war es den Attackeuren nicht möglich, den Sieg unter sich auszumachen.
Letztendlich war Karsten der einzige von uns, der mit einer großen Gruppe eine Minute nach dem Sieger ins Ziel fuhr und so mit einem guten Tagesergebnis die Ehre hat, sich bis zur nächsten Austragung Klubmeister nennen zu dürfen. Es ist schön, daß dieses auf einer des Wettkampfes würdigen Distanz geschah und er seine Stärken als Rolleur ausspielen konnte - Herzlichen Glückwunsch!
Am Start waren diesmal:
Elmar Hantzsch (RRV Hameln Pyrmont), Peter Lemke (Harburger RG), Dennis Pohl (Heinz von Heiden),
Karsten Keunecke und Oliver Stock ( beide RT Essen 19/Zwo), sowie Jerome Terrienne (Nantes) und Daniel Obermayer (Hannover) als Betreuer.